Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich bin nun schon seit über drei Wochen in Irland…
Es ist schon viel passiert das ich gar nicht so genau weiß wo ich anfangen soll...Am besten ich schreibe einfach mal drauf los :)
Schon vor dem eigentlichen Start nach Irland gab es das kleine Problem, dass ich einiges an Übergepäck hatte. Also musste ich am Flughafen nochmal alles um-und teilweise auch einiges wieder auspacken. Um ein wenig Gewicht zu sparen bin ich dann letzten endlich mit Gummistiefeln, 2 T-Shirts, Pulli, Schal und 2 Jacken geflogen. Der Abschied von meiner Familie ist mir schon ziemlich schwer gefallen, das habe ich umso mehr gemerkt als ich dann alleine im Flugzeug saß.
Als ich dann endlich in Dublin angekommen war brauchte ich erst mal eine Weile um den richtigen Busplatz und auch Bus zu finden. Ganze 3 ½ Stunden war ich mit dem Bus unterwegs :( In Irland wird die jetzige bzw. dann die nächste Bushaltestelle nicht angesagt und die Bushaltestellen an sich sind nur schwer als solche erkennbar. Für mich sah es erst so aus, als würden die Leute aussteigen wie sie gerade lustig sind. Deswegen war ich auch ziemlich verunsichert an welcher Haltestelle ich dann aussteigen muss. Zum Glück hat das aber geklappt. Doch in Callan angekommen der nächste Schock. Das Haus, in das ich eigentlich zusammen mit den anderen Freiwilligen einziehen sollte, ist noch ohne Strom und kann somit noch nicht genutzt werden. Also ging es für mich erst mal in die Camphill Community. http://de.wikipedia.org/wiki/Camphill
Sonntagmorgen haben dann alle zusammen gefrühstückt, aber davor wurde noch kurz was aus einem Buch vorgelesen und dann wurde gesagt „May the meal be blessed“ und dann danach für das Essen gedankt. Das Essen war im Übrigen auch ziemlich gesund^^ Die Zutaten waren sehr frisch bzw. selbst angebaut. Nur als wir fürs Mittagessen den Brokkoli gewaschen haben, wurde mir ans Herz gelegt ihn wirklich gründlich zu reinigen, denn das letzte Mal hatte jemand noch 3Raupen in seinem Essen gefunden… Ja da ist mir der Appetit schon ein wenig vergangen… Am Sonntag habe ich auch das erste Mal 2 meiner Mitbewohner kennengelernt. Erell (19) und Julie (21) aus Frankreich. Wir waren am Nachmittag im Pub gewesen um uns das Hurlingfinale anzusehen. Der Sport ist hier ziemlich beliebt und Kilkenny war auch noch im Finale gewesen. War eine tolle Stimmung im Pub…allerdings gab es dann viele enttäuschte Gesichter als Kilkenny verloren hatte.
Am Montagabend hatte ich dann die erfreuliche Nachricht bekommen, dass nun Strom im Haus vorhanden ist und wir einziehen können. Endlich konnte ich richtig in Irland ankommen…meine Sachen auspacken und versuchen mich hier ein wenig wie zu Hause zu fühlen. Dieses Haus wird für die nächsten 11 Monate mein zu Hause sein. Ich hatte Glück und habe das größte Zimmer bekommen, sogar mit einem eigenen kleinen Bad mit Dusche. Wenn ich aus meinem Fenster schaue sehe ich einen Sportplatz, der mich doch jeden Tag daran erinnert selbst mal wieder ein wenig mehr Sport zu machen ;) Aber davon mal abgesehen sehe ich da sehr oft wie Fußballmannschaften dort trainieren oder am Wochenende ein Spiel haben. hihi
Vor meinem ersten Tag im Kindergarten war ich schon ein wenig aufgeregt gewesen, da ich auch nicht genau wusste was mich erwarten wird. Ich habe mich zwar vorher schon ein wenig informiert darüber, was ein Waldorfkindergarten ist, aber nicht zu viel da ich mir dann ein eigenes Bild davon machen wollte. Ich war auch aufgeregt, da ich ja nicht wusste wie die Kinder auf mich reagieren würden usw.… Als ich dort angekommen bin wurde ich jedem gleich vorgestellt. Auch den Eltern. Das fand ich schön. Allerdings ging es nicht so schön weiter. An dem Tag hatte es unheimlich geregnet und ich wusste vorher nicht, dass die Kinder ca. die erste 1,5 Stunde (ca. von um 9 an) draußen im Garten verbringt. Ja..auch wenn es regnet. Ich war darauf Kleidungstechnisch leider nicht ganz vorbereitet. Hatte zum Glück meine Gummistiefel mit und konnte mir dann dort eine Regenjacke ausleihen. Nur leider war diese nicht ganz wasserdicht und das Ende vom Lied war, dass ich eine nasse Jeans und einen nassen Rücken hatte. Nicht zu vergessen natürlich auch meine Erkältung die ich dann über eine Woche mit mir rumgeschleppt habe L Ich war am Anfang mit der Situation ein wenig überfordert, da ich den Ablauf des Kindergartens nicht kannte und mir auch nichts richtig gezeigt wurde. Kam mir total fehl am Platz vor anfangs. Auch die Lieder und Fingerspiele, sowie das Essen haben mich erst mal verunsichert. Mittlerweile kann ich einige Lieder mitsingen und versuche mich an den ganzen Rhythmus zu gewöhnen.
Das war es leider schon für heute. Bald gibt’s mehr. Versprochen! Aber heute ist Julias (aus Spanien) Geburtstag und wir müssen hier noch ein wenig was vorbereiten bevor ein paar Gäste kommen. :)
Aber mir geht es soweit ganz gut. Habe schon einiges unternommen und viele neue Leute kennengelernt. Diese Woche wird es noch viele neue Bilder und Berichte (zb. von meinem Wochenende in Dublin) geben.
Liebste Grüße aus Irland